Aszites


Eine bedeutsame und für den Patienten belastende Komplikation der fortgeschrittenen Leberzirrhose ist die Ansammlung von Flüssigkeit in der freien Bauchhöhle zwischen den Organen. Dieses "Bauchwasser" wird als "Aszites" bezeichnet. Im folgenden soll auf die wichtigsten Aspekte der Entstehung, der Behandlung und der möglichen Komplikationen des Aszites und seiner Therapie eingegangen werden.
Wie entsteht Aszites? Welche Faktoren sind dafür verantwortlich?
Damit es überhaupt zum Auftreten von Aszites kommen kann, müssen zwei Vorbedingungen erfüllt sein:
- Es muss bereits eine Leberzirrhose vorliegen. Die Funktion der Leber ist bereits deutlich eingeschränkt.
- Es muss ein Pfortaderhochdruck vorliegen, d.h., der Blutstrom vom Magen-Darmtrakt durch die Leber muss reduziert sein. Es liegen Umgehungskreisläufe vor. Deshalb haben solche Patienten auch ein erhöhtes Risiko anderer Komplikationen des Pfortaderhochdruckes wie z.B. einer Varizenblutung (Informationen dazu in dem Faltblatt "Ösophagusvarizen").
Wenn diese beiden Vorbedingungen erfüllt sind, kann es aufgrund einer komplizierten Regulationsstörung dazu kommen, dass die Nieren des Patienten Kochsalz und Wasser nicht adäquat ausscheiden, sondern im Körper zurückhalten. Dieses Wasser wird dann in die Bauchhöhle abgesondert. Nicht selten treten aber auch gleichzeitig in den Beinen Wasseransammlungen auf (sog. "Ödeme").