Chronische Autoimmunhepatitis (AIH) - Entstehung und Klink

Therapieversager
Etwa 13 % der Patienten sprechen auf die Prednison/Azathioprin- Therapie nur unbefriedigend an und bei 9 % kommt es unter der Behandlung sogar zur Verschlechterung. Bei diesen Kandidaten besteht das Risiko baldigen Leberversagens, weswegen rechtzeitig an eine Lebertransplantation zu denken ist. Der Einsatz moderner Immunsuppressiva wie Ciclosporin A, Tacrolimus (FK506)) oder Mycophenolat- Mofetil, hat in Einzelfällen zwar doch noch zum Erfolg geführt, kontrollierte Studien über ihren Einsatz bei der Autoimmunhepatitis liegen aber noch nicht vor. Die 5- Jahres- Überlebensrate nach Transplantation beträgt etwa 90 %. Bei richtiger Immunsuppression mit Ciclosporin, Glucocorticoiden und Azathioprin lassen sich Rezidive im Transplantat weitgehend vermeiden. Bei insuffizienter Immunsuppression und bei HLA-DR3- positiven Empfängern und HLA-DR3- negativen Spendern sollen sich vermehrt Rezidive entwickeln.
Prof. Dr. med. Ulrich Leuschner, Frankfurt
Der Broschüre"Immunsuppressive Therapie mit Azathioprin bei chronischen Lebererkrankungen Az 4", mit freundlicher Genehmigung der Falk Pharma GmbH, Freiburg, gekürzt entnommen.
Ergänzend haben wir auch einen Erfahrungsbericht:
"Ich darf wieder leben"; von Petra Barth.
Überschneidung mit PSC oder PBC
Autoimmunhepatiis kann sich mit dem Krankheitsbild anderer Lebererkrankungen überschneiden, dies nennt man Overlap- Syndrom.
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