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Transplantation

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Die Ballondilatation

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Welche Erfahrungen wurden bisher mit dieser Therapiemöglichkeit vor und nach Transplantationen gemacht?

Bei der PSC kann der Verlauf der Erkrankung durch eine Beobachtung der Laborwerte abgeschätzt und eine Ballondilatation bei Werteanstieg vorgenommen werden [Abb. 4]. Das bedeutet, dass im Verlauf von Jahren viele Ballondilatationen an unterschiedlichen Engstellen notwendig werden. Mit diesem Vorgehen kann bei einem Patienten mit einer PSC wertvolle Zeit bis zu einer Transplantation gewonnen werden. Bei Patienten, bei denen nach einer Transplantation eine Ballondilatation durchgeführt werden muss, müssen die Stents für mehrere Monate im Gallengang verbleiben, um eine ausreichende Weitung der Engstelle zu sichern. Nach einem Herausziehen der Stents kann die Gallengangsengstellung jedoch auch nach Monaten wieder auftreten.

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Welche Risiken können für den Patienten bei einer Ballondilatation auftreten?

Jeder Eingriff am Patienten und jede Untersuchungsmethode birgt die Gefahr von Komplikationen in sich. Aus rechtlichen Gründen muss deshalb vor dem endoskopischen Eingriff eine schriftliche Aufklärung erfolgen. Ein häufiges Risiko einer Gallengangsdilatation ist eine Verschleppung von Keimen in die Leber durch die Kontrastmittelfüllung der Gallengänge. Diese Keimverschleppung führt zu Schüttelfrost und einem deutlichem Fieberanstieg nach dem Eingriff. Medizinisch wird dieser Zustand als "biliäre Sepsis " (Sepsis = Blutvergiftung durch Keime) bezeichnet. Durch die intravenöse Gabe von Antibiotika kann eine "biliäre Sepsis "wirksam behandelt werden.

Bei einer Ballondilatation kann es in seltenen Fällen auch zu einer Gallengangsverletzung kommen. Die Verletzung des Gallengangs entsteht durch die Überdehnung des Gewebes mit Einriss der Wand des Gallengangs. Meistens dichtet das umliegende Gewebe diesen Einriss von selbst wieder ab. Sollte dies nicht der Fall sein, kann durch einen Stent das Gallengangsleck nach der Ballondilatation wieder sicher abgedichtet werden. Allergische Reaktionen oder Herz- Kreislauf- Reaktionen auf die Prämedikation sind möglich, jedoch sehr selten.

Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Weidenbach für dieses Gespräch! Das Interview führte Andrea Schilling.


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