Die Computertomografie in der Leberdiagnostik

Eine Vielzahl an nicht invasiven wie auch invasiven Bild gebenden Verfahren findet bei der Untersuchung der Leber Anwendung. Diese Vielzahl ist nur der Tatsache zu verdanken, dass jedes dieser Verfahren bestimmte Vorzüge, aber auch gewisse Limitierungen und Nachteile beinhaltet. Eine der aussagekräftigsten und gebräuchlichsten unter diesen Bild gebenden Untersuchungsmethoden für die Leberdiagnostik ist gegenwärtig die Computertomografie.
Es handelt sich dabei um eine Untersuchung mittels Röntgen-strahlen, mit der bei Drehung eines Röntgenröhre- Detektor- Systems um den Patienten herum ("Abtast-vorgang", Abbildung 1), die Summen aller innerhalb einer Körperscheibe vorhandenen Röntgen- Schwächungswerte aus verschiedenen Raumrichtungen ("Projektionen") gemessen werden.
Aus den Messwerten lässt sich die räumliche Verteilung aller in dieser Scheibe absorbierenden anatomischen Strukturen mathematisch berechnen. Die zahlreichen bei der Rotation gemessenen Schwächungsprofile werden dafür einem Computer zugeleitet, der über einen komplizierten Rechenvorgang ("Algorithmus") diese Berechnung auf einer Zahlenmatrix mit begrenzter Anzahl von Bildpunkten ("Pixel") vornimmt. Diese Zahlen werden mit einer Grauskala in analoge Grautöne übersetzt, womit aus dem numerischen Aufbau der berechneten Scheibe schließlich eine bildhafte anatomische Dokumentation entsteht. Zur Erstellung weiterer Schichten wird der Patient schrittweise in Längsrichtung bewegt.