Hepatozelluläres Karzinom: Nichtchirurgische Therapiemöglichkeiten

Zur Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC) stehen chirurgische und nicht- chirurgische Verfahren zur Verfügung. Resektion und orthotope Lebertransplantation (OLTx) bei ausgewählten Patienten sind die einzig kurative Therapie. Bei der Erstdiagnose eines HCC ist bei den meisten Patienten das Tumorstadium oder die Leberinsuffizienz jedoch so weit fortgeschritten, dass eine Resektion oder eine Lebertransplantation nicht mehr möglich ist.
Bei ca. 80% der Patienten mit HCC besteht eine Leberzirrhose. Diese ist deshalb als Präkanzerose zu betrachten. Das HCC ist klinisch sehr bösartig. Unbehandelt ist die Prognose sehr schlecht. Sie wird im wesentlichen bestimmt durch Tumorgröße, Zahl der Tumorherde, die Gefäßinvasion, oder das Vorliegen einer Pfortaderthrombose, die Höhe des Alpha- Fetoproteins (AFP) im Serum und den Schweregrad der Leberfunktionsstörung. Die durchschnittliche Überlebenszeit symptomatischer Patienten beträgt meist nur einige Monate. Auf die diagnostischen Strategien fokaler Leberläsionen wird hier nicht weiter eingegangen. Die nachfolgende Übersicht stellt die aktuellen nicht- chirurgischen Therapiemöglichkeiten bei inoperablem HCC dar.