Impfungen zur Prävention der Hepatitis A und B

Impfung des lebertransplantierten Patienten
Aufgrund der notwendigen Immunsuppression nach Transplantation sind die Ansprechraten auf Impfungen in dieser Patientengruppe generell schlechter als bei immunkompetenten Patienten. Falls die Lebertransplantation vorbereitet werden kann ist es daher sinnvoll, vor Transplantation eine Impfung gegen Hepatitis B durchzuführen. Nach einer Transplantation kann eine Verbesserung der niedrigen Ansprechraten durch Dosiserhöhung wie bei Dialysepatienten erfolgen. Allerdings ist ein dauerhafter Schutz nur für einen kleinen Teil der Impflinge erreichbar.
Für die Hepatitis A Impfung beim Transplantierten liegen keine größeren Daten vor, jedoch ist auch hier für die aktive Immunisierung von einer schlechteren Ansprechrate auszugehen. Generell sollten Transplantationspatienten Reisen in Hochrisikogebiete unter schlechten hygienischen Bedingungen vermeiden.
Prof. Dr. Peter R. Galle
Direktor der I. Med. Klinik u. Poliklinik
Joh. Gutenberg- Universität, Mainz
Hinweis:
In den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission bei Robert- Koch- Institut (STIKO) werden die Hepatitis- A und -B Impfungen jeweils auch für Patienten mit chronischen Lebererkrankungen empfohlen, die noch keine Antikörper gegen den Virus besitzen. Den vollständigen Text der Empfehlungen können Sie hier als Datei im pdf- Format laden (Stand: Juli 2002).