Leberlebendspende und Lebertransplantation


Zusammenfassung
Aufgrund der langen Wartezeit auf ein geeignetes Spenderorgan bietet die Leberlebendspende für viele Patienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation die einzige Möglichkeit auf eine Transplantation und damit die einzige Chance auf Heilung. Da bei dieser Form der Organtransplantation die Operation optimal vorbereitet und zu einem möglichst günstigen (elektiven) Zeitpunkt durchgeführt werden kann, besitzt die Transplantation mit einem Leberlappen eines Lebendspenders zusätzliche Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Lebertransplantation mit Leichenorganen. Obgleich durch eine sehr sorgfältige Spenderauswahl und eine immer weiter verfeinerte Operationstechnik das Risiko einer Leberlebendspende extrem gering ist, so bleibt dennoch für den Leberlebendspender ein nicht vollständig auszuschließendes Restrisiko, letztlich auch für tödliche Komplikationen, bestehen.
Das Auftreten einer vorübergehenden Leberfunktionseinschränkung ist im wesentlichen abhängig von der Größe des gespendeten Leberlappens, wobei aber auch erweiterte Leberlebendspenden aufgrund der sehr großen Regenerationsfähigkeit der Leber innerhalb weniger Tage wieder vollständig kompensiert werden. Für das weitere Leben des Spenders ist selbst nach ausgedehnter Leberspende mit keinen körperlichen Nachteilen, bis auf die äußerlich sichtbare Operationsnarbe, zu rechnen.
Priv.- Doz. Dr. Hauke Lang, Dr. Massimo Malagó, Dr. Guiliano Testa, Priv.- Doz. Dr. Martin Hertl, Dr. Silvio Nadalin, Prof. Christoph E. Broelsch
Priv.- Doz. Dr. Hauke Lang
Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Transplantationschirurgie Universitätsklinikum Essen
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