Leberzellkrebs (HCC)

Zusammenfassung
Der Leberzellkrebs nimmt in Deutschland ständig an Häufigkeit zu. Achtzig Prozent aller Leberzellkrebse entstehen in einer zirrhotischen Leber. Patienten mit einer bereits bestehenden Leberzirrhose, aber auch Patienten mit einer chronischen Leberentzündung, z. B. einer Hepatitis B oder C oder der Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose sollten sich halbjährlich eine Krebsvorsorgeuntersuchung durchführen lassen. Kinder und Patienten mit einem Risiko an einer Hepatitis B zu erkranken sollten geimpft werden. Bei diagnostiziertem Leberzellkrebs ist die operative Krebsentfernung die optimale Therapie. Wenn diese Behandlung nicht möglich ist, stehen weitere Behandlungsverfahren, wie Einspritzen von konzentriertem Alkohol oder intraarterielle Chemotherapien oder Behandlungen mit radioaktiven Substanzen zur Verfügung. Ergänzend kommt die Behandlung mit dem Antiöstrogen Tamoxifen oder dem Somatostatinanalogon Octreotid in Frage.
Dr. Jörg Heller
Prof. Dr. med. U. Spengler
Rheinische Friedrich Wilhelms- Universität
Medizinische Klinik- und Poliklinik
Direktor: Prof. Dr. T. Sauerbruch
Siegmund- Freud- Str. 25, 53105 Bonn
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