Osteoporose nach Lebertransplantation


Die Lebertransplantation ist oftmals die einzige Therapiemöglichkeit bei fortgeschrittenen Erkrankungen der Leber. In den letzten Jahren konnten die Erfolgsaussichten einer Lebertransplantation sowohl durch Fortschritte im operativen als auch medikamentösen Bereich (Immunsuppression) erheblich verbessert werden. Mögliche Langzeitkomplikationen oder Nebenwirkungen der immunsuppressiven Therapie gewinnen daher eine zunehmende Bedeutung. Die Entwicklung einer Osteoporose (Knochenschwund) nach einer Transplantation ist eine häufige Komplikation, die je nach Schweregrad zu Knochenbrüchen führen kann.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine Stoffwechselkrankheit der Knochen. Sie verursacht einen Verlust von Knochensubstanz, eine Zerstörung von Knochenstrukturen und Verminderung der Knochenfestigkeit. Durch Osteoporose geschädigte Knochen sind gefährdet, bereits bei geringen Belastungen zu brechen. Bei einem Teil der Knochenbrüche (Wirbelkörperfrakturen) ist ein folgenloses Ausheilen nicht möglich. Es entstehen bleibende Knochenverformungen, die wiederum Fehlbelastung der Gelenke, Muskulatur und Sehnen zur Folge haben. Hieraus resultieren Schmerzen in Ruhe sowie bei körperlicher Belastung.
Nach dem Schweregrad der Erkrankung wird unterschieden in:
- Osteopenie (mäßig erniedrigte Knochenmasse)
- Präklinische Osteoporose (deutlich erniedrigte Knochenmasse, jedoch noch keine Knochenbrüche)
- Manifeste Osteoporose (erniedrigte Knochenmasse und bereits eingetretene Knochenbrüche