Primär sklerosierende Cholangitis (PSC)

Zusammenfassung
Bei der primär sklerosierenden Cholangitis handelt es sich um eine chronische, fibrosierende und die Gallengänge allmählich verschließende cholestatische Leberkrankheit, die unbehandelt in eine Leberzirrhose übergeht. Die Krankheit wird bei den meisten Patienten von einer chronisch entzündlichen Darmkrankheit begleitet, hauptsächlich von der Colitis ulcerosa, seltener vom Morbus Crohn. Ein Risiko der primär sklerosierenden Cholangitis stellt das cholangiozelluäre Karzinom dar, dessen Diagnose Probleme bereitet. Die Behandlung der primär sklerosierenden Cholangitis besteht in der Gabe von Ursodesoxycholsäure, der endoskopischen Ballondilatation dominanter Gallengangsstrikturen und der Lebertransplantation. Die Behandlung führt zur statistisch signifikanten Lebensverlängerung.
Prof. Dr. Ulrich Leuschner
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