Schwangerschaft nach Lebertransplantation


Komplikationen in der Schwangerschaft
Die häufigste mütterliche Komplikation ist der Schwangerschaftshochdruck (bei ca. 40%unserer Patientinnen im Vergleich zu 3- 9% in der Normalbevölkerung), der gelegentlich von Nierenfunktionsstörungen begleitet ist. Eine Verschlechterung der Leberfunktion und Abstoßungsreaktionen sind eher selten, eine chronische Rejektion kann jedoch zum Transplantatverlust führen. Wachstumsretardierung und Frühgeburten scheinen die häufigsten kindlichen Komplikationen zu sein, liegen aber mit 10-20%nicht deutlich höher als in der Normalbevölkerung. Die Kaiserschnittrate liegt deutlich höher als bei nicht transplantierten Frauen (33-70% gegen 15%).
Die bisherigen Erfahrungen lassen den Schluss zu, dass eine Schwangerschaft nach Lebertransplantation mit einem kalkulierbaren Risiko möglich ist und einen außergewöhnlichen Nachweis der wiedergewonnenen Lebensqualität und -perspektive darstellt.
Dr. med. Ruth Neuhaus, Charité Berlin