TIPS - Transjugulärer Intrahepatischer Portosystemischer Shunt


Der transjuguläre intrahepatische portosystemische Shunt (TIPS) ist eine Methode, mit der ein Überdruck in der zur Leber führenden Pfortader durch Anlage einer "Umleitung" in der Leber abgebaut werden kann. So erreicht man, dass die zum Teil das Leben bedrohenden Gefahren verringert werden, die mit diesem Blutstau verbunden sind.
In manchen Fällen ist der TIPS nur kurzfristige Übergangslösung, manchmal kann er aber auch die Zeit bis zur Notwendigkeit einer Lebertransplantation um Jahre verlängern.
Wie kommt es zum Hochdruck in der Pfortader?
Viele chronische Lebererkrankungen bewirken die Schädigung und das Absterben von Leberzellen. Trotz einer großen Fähigkeit zur Regeneration kann die Leber ab einem bestimmten Zeitpunkt das absterbende Funktionsgewebe nicht mehr ersetzen. Sie bildet statt dessen Bindegewebe, die Leber vernarbt und so entsteht eine Leberzirrhose. Durch den zirrhotischen Umbau der Leber werden auch die Blutgefäße verengt, die durch das Organ führen. Es kann nicht mehr die notwendige Menge Blut durch die Leber hindurch zum Herzen fließen. Das Blut staut sich auf der Zuflussseite in der Pfortader. Dort entsteht dadurch ein Überdruck. Diese Erscheinung nennt man Pfortaderhochdruck oder portale Hypertension.
Eine portale Hypertension kann außerdem durch das Budd- Chiari- Syndrom hervorgerufen werden. Bei dieser Krankheit entstehen durch Blutgerinnungsstörungen Thrombosen in den Lebervenen. Diese werden also durch Pfropfen aus geronnenem Blut verschlossen. Auch dies führt natürlich dazu, dass weniger Blut durch die Leber fließen kann.