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TIPS - Transjugulärer Intrahepatischer Portosystemischer Shunt

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Ist die Implantation belastend?

Während der Anlage des TIPS bewirken die Medikamente, dass der Patient keine Schmerzen empfinden muss. Das Arbeiten in den Blutgefäßen und der Leber kann sich als unangenehmes Druckgefühl bemerkbar machen, das aber erträglich ist. Eine TIPS- Implantation erfolgt stets in der Klinik. Man sollte mit einigen Tagen stationärem Aufenthalt rechnen. In der Folgezeit muss regelmäßig kontrolliert werden, ob der Shunt weiterhin ordnungsgemäß durchblutet ist. Dies geschieht durch eine Farbdoppler- Ultraschalluntersuchung, ist also nicht mit einer Belastung verbunden.

Welche Probleme können nach einer TIPS- Anlage auftreten?

Ist ein TIPS eingesetzt, so kann es vorkommen, dass sich mit der Zeit die Durchblutung wieder verschlechtert. Manchmal kommt es z.B. zu Verengungen von ableitenden Lebervenen. Manchmal setzen sich auch an der Wand des Stent Ablagerungen fest, die den Durchfluss behindern. In solchen Fällen muss eine Neueinstellung des TIPS vorgenommen werden.

Wichtigste Nebenwirkung eines TIPS ist das Neuauftreten oder die Verschlechterung einer hepatischen Enzephalopathie. Dies ist eine Funktionsverschlechterung des Gehirns durch giftige Stoffe im Blut. Im normalen Stoffwechsel werden diese Stoffe von der Leber aus dem Kreislauf entfernt. Der TIPS führt nun aber gerade dazu, dass ein erheblicher Teil des Blutes nicht mehr durch die Blutkapillaren der Leber fließt, sondern umgeleitet wird. Die Entgiftungsfunktion wird dadurch verschlechtert. Anzeichen einer hepatischen Enzephalopathie sind Störungen in Bewegungs-, Konzentrations- und Denkvermögen. Im Endstadium kann auch diese Komplikation tödlich sein. Zur hepatischen Enzephalopathie gibt es ein eigenes Faltblatt in dieser Reihe.

Bei der Frage, ob ein TIPS implantiert werden soll, müssen die Ärzte deshalb die gesundheitliche Situation des Patienten genau einschätzen und abwägen, welche der möglichen Komplikationen, insbesondere Varizenblutungen und Aszites auf der einen sowie hepatische Enzephalopathie auf der anderen Seite, den Zustand des Patienten stärker bedrohen. Je nachdem, wie diese Abwägung ausfällt, werden sie sich für oder gegen die Anlage eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts entscheiden müssen.

Ulrich Kraus

Diesen Beitrag können Sie auch als Faltblatt in der grünen Reihe der "Informationen für Patienten von Lebertransplantierte Deutschland e.V." erhalten.

Kontaktadresse:
Lebertransplantierte Deutschland e.V.
Maiblumenstraße 12
74626 Bretzfeld

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