Transplantationsnachsorge


Die Lebertransplantation ist überstanden. Jetzt sind Sie selbst mit verantwortlich, ihre Gesundheit langfristig zu erhalten. Ihre Ärzte können Ihnen dabei nur helfen.
Einnahme von Medikamenten

Damit der Körper die Leber nicht als fremdes Gewebe erkennt und durch eine Immunreaktion abzustoßen versucht, ist es notwendig, Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva) einzunehmen. Welche Mittel das genau sind, wird je nach Transplantationszentrum verschieden sein. Die wichtigsten Stoffe sind Ciclosporin (in Sandimmun Optoral®), Tacrolimus (Prograf®) und Azathioprin (Imurek®, Azafalk®). Hinzu können Antikörper gegen Abwehrzellen des Immunsystems, z.B. Muromonab (Orthoclone® OKT 3) kommen. Zusätzlich wird in der Zeit nach der Transplantation häufig Cortison gegeben, man versucht aber wegen seiner Nebenwirkungen möglichst bald niedrige Dosierungen zu erreichen oder es ganz abzusetzen.
Nehmen Sie diese Medikamente zuverlässig und pünktlich ein. Zum Teil ist die Einnahme alle 12 Stunden nötig, damit der Blutspiegel nicht unter einen Wert absinkt, bei dem die Unterdrückung der Immunabwehr nicht mehr sicher gewährleistet ist. Natürlich kann es irgendwann passieren, dass man die pünktliche Einnahme vergisst. Nehmen Sie dann das Arzneimittel noch nachträglich ein, etwas später ist besser als gar nicht.
Andere Arzneimittel - auch pflanzliche - sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, noch besser mit dem Transplantationszentrum, einnehmen. Denn sie könnten sich ungünstig auf die Immunsuppression auswirken. Manche Arzneistoffe belasten auch die neue Leber unnötig und können vermieden werden.