Zur Problematik der chronischen Hepatitis C und B nach Lebertransplantation

Chronische Hepatitiden B und C gehören neben den autoimmunen (PBC, PSC, AIH) und Alkohol assoziierten Lebererkrankungen zu den häufigsten Ursachen von Leberversagen und Leberkrebs. Der Anteil der Hepatitis C- bedingten Krankheitsfälle steigt hierbei weltweit stetig an.
Gründe hierfür sind lange Zeit latent verlaufende Erkrankungen, bessere diagnostische Möglichkeiten, das Fehlen von Impfstoffen sowie bislang häufig nur unbefriedigende therapeutische Möglichkeiten, um ein Fortschreiten der Lebererkrankung zu vermeiden. Hier ist mit einem deutlichen Zuwachs zu rechnen, da sich die meisten chronischen HCV- Träger im Alter von 30- 50 Jahren befinden. Den bislang einzig kurativen Ansatz beim Vorliegen eines chronischen Leberversagens und beim unresektablen hepatozellulären Karzinomen stellt nach wie vor die Lebertransplantation dar. Die kumulative 5- Jahresüberlebensrate nach Lebertransplantation bei Hepatitis B und C beträgt hierbei ca. 70- 80% und weicht somit nicht wesentlich von der Überlebensrate aller lebertransplantierten Patienten ab.